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Lobdeburg

Lage : in Deutschland - im Freistaat Thüringen - bei Jena                Geografische Koordinaten Marktplatz Lobeda :              11° 36min 30,4sek östl.Länge    50° 53min 37,2sek nördl.Breite 

Die Lobdeburg:
 

Die Ruine der Lobdeburg ist ein großartiges Beispiel mittelalterlicher Baukunst. Sie "begrüßt" die Benutzer der BAB A4 bei der Einfahrt in das Saaletal. Die noch vorhandenen baulichen Reste auf einem Bergsporn der Wöllmisse mit dem erhaltenen Bauschmuck zählen zu den bedeutendsten frühen Zeugnissen romanischer Profanbaukunst in Thüringen. Dabei sind die Tür auf der Ostseite, die in Blendnischen gefaßten Fensterarkaden auf der Südseite und die Altarnische mit dem auf der Ostseite hervorragenden Kapellenerker besonders hervorzuheben. Witterungseinflüsse und mutwillige Zerstörung haben der Burgruine arg zugesetzt. Um die noch vorhandene Bausubstanz zu erhalten und einem weiteren Verfall vorzubeugen, haben sich interessierte Jenaer zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Diese Arbeitsgruppe arbeitet seit 1997 innerhalb des 1912 gegründeten Heimatvereins "Lobdeburg Gemeinde 1912 e.V." gemeinsam mit staatlichen und kommunalen Behörden an dieser Aufgabe. Um das Interesse der Bürger und Heimatfreunde an diesem Vorhaben zu wecken, hat die Arbeitsgruppe eine Medaille "Lobdeburgruine" herausgegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschichtliches:

 
Lobeda war im 10. Jahrhundert eine wichtige Zelle der Christianisierung der Gebiete östlich der Saale. Zum Schutz der Kirche und der Saalefurt bei Burgau wurde eine feste Wehranlage errichtet, die sich wahrscheinlich auf dem Gelände des heutigen Lobedaer Schlosses befand. Die Lobdeburg wurde durch die Herren von Auhausen am Rande der Wöllmisse, strategisch günstig, das Saaletal und das Rodatal überblickend, angelegt. Dieses Adelsgeschlecht stammt aus Franken und wurde zur Zeit Kaisers Friedrich I. Barbarossa am Mittellauf der Saale, das zu dieser Zeit noch Grenzland war, angesiedelt. Die Auhausener nannten sich fortan "von Lobdeburg" und waren Reichslehensträger. Die rein militärische Bedeutung der Lobdeburg ordnet sich in die Bestrebungen des verstärkten Landesausbaues und die Sicherung der Gebiete östlich der Saale durch die Reichsgewalt im 12. Jahrhundert ein. Die Lobdeburg ist Ausgangspunkt mehrerer Stadt- und Klostergründungen im Ostthüringer Raum. Das Zisterzienserkloster Roda (heute Stadtroda) war Hauskloster und Grablege der Lobdeburger. Im 14. Jahrhundert hatte die Burg ihre strategische Bedeutung verloren. Die Oberburg war zeitweise Sitz von Raubgesindel, das sich aus verarmten ehemaligen Burgmannschaften rekrutierte. Im sächsischen Bruderkrieg im Jahre 1451 wurde die Lobdeburg zerstört und ist seitdem unbewohnt und Ruine.

 

Numismatische Angaben zur Gedenkmedaille:
Idee: Arbeitsgruppe Ruine Lobdeburg in der Lobdeburg-Gemeinde 1912 e.V. Graphischer Entwurf: Gerlinde Böhnisch-Metzmacher, Jena, Gravur und Prägung: Horst Walther, Eisenach
Material: 999er Feinsilber und Kupfer, Durchmesser: 50 mm, Stärke: 3 mm Auflagenhöhe: 100 Stück in Silber, 100 Stück in Kupfer
Ausgabeanlaß: Spendenaufruf an die Bürger Jenas für die Sanierung der Ruine Lobdeburg, Ausgabejahr: 1998
 

Bezugsmöglichkeiten: -- Matthias Osang, Drackendorfer Weg 1, 07747 Jena, Tel: 03641 / 332283 -- Jenaer Münzenstube, H.-D. Thiele, Fürstengraben 12, 07743 Jena, Tel: 03641 / 827133 -- Gaststätte "Lobdeburgklause", Frau J. Schade, Lobdeburgweg 25, 07747 Jena- Lobeda, Tel: 03641 / 332185
Beschreibung: Avers: Die Ansicht stellt eine von der Jenaer Graphikerin Gerlinde Böhnisch-Metzmacher gestaltete historische Ansicht der Lobdeburg dar. Die Jahreszahl 1166 bezeichnet die erste Nennung des Namens "Lobdeburg" in einer Urkunde des Markgrafen Otto von Meißen, in denen die Herren Hartmann I. und Otto I. von Lobdeburg zu Kamburg als Zeugen in Erscheinung treten. 1998 ist das Ausgabejahr der Medaille. Revers: Die Ansicht zeigt das ebenfalls von Frau Böhnisch-Metzmacher graphisch überarbeitete alte Vereinssiegel der Lobdeburg-Gemeinde 1912 e.V.. Die historische Grundlage ist das Siegel Hermanns IV. von Lobdeburg aus dem Jahre 1290.

 

Auszug aus : Zeitschrift für Bauwesen 1860 - Die Lobdeburg bei Jena

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